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Interview: Devil-M

Mein Name ist Max, ich bin der Sänger der Industrial-Metal-Band Devil-M. Wir leben verteilt in Hamburg, Leipzig und Österreich und haben daher keinen festen Sitz oder eine Art der Herkunft.

Es fing mit ca. 10 Jahren mit Klavier-Unterricht an. Der Unterricht lief zwar nur ca. drei Jahre, aber das Interesse an der Musik, vor allem eigene Kreationen zu schaffen, blieb. Später schwappte die Experimentierfreude zur elektronischen Musikgestaltung in Form des Musikprogramm eJay Music .

Nein und das ist auch gut so, sonst hätte ich den permanenten Druck, Musik zu veröffentlichen und neues Zeug rauszubringen, hinter dem ich vielleicht irgendwann mal gar nicht mehr stehe. Ich bin selbstständiger Grafiker und Programmierer mit entsprechend mehreren Ausbildungen.

In der Regel immer erst die Melodie. Texte kannst du immer nochmal ändern, eine Melodie, sitzt und bleibt im Kopf. Sie ist in meinen Augen die Basis von allem.

Meine eigene Neugier nach Unentdecktem und Unerforschtem. Beim jetzigen Album geht es um die Wiederauferstehung der Titanen, Zeus wird verspeist, Zyklopen gebären Kinder, Sisyphos stirbt…es sind einfach komplett neue Blickwinkel und kreative Neuinterpretationen. Eine Inspiration kann alles sein, dessen Geschichte du letztlich weitererzählst.

Definitiv nach dem „Flow“. Ich mag viele eigene Songs von mir mit der Zeit auch nicht mehr hören aber jedes Album und jede Show bei uns wirkt immer wie aus einem Guss.

Zum Glück nicht mein Lebensunterhalt aber Ohne könnte ich trotzdem nicht. Oft nehme ich mir meine Gitarre und spiele teils ganze TOOL-Alben runter, ohne zu merken, dass schon wieder zwei Stunden ins Land gezogen sind.

Sehr viel TOOL und the White Stripes. TOOL wegen ihrer Symmetrie des Ganzen. Ich kann die Augen schließen und es funktioniert für mich, ähnlich wie Pink Floyd. The White Stripes, weil ich früher eine Coverband hatte und mir dieses Spiel von Jack White schon immer gefiel. Ansonsten höre ich so gut wie keine Musik, ich ziehe die Stille vor.

David Bowie, Jack White, Maynard James Keenan, Adam Jones, Rob Zombie, Stefan Ackermann

Die Kassette. Damit wurde die Musik transportabel.

Die Schönste war ein Konzert 2012 irgendwo im Süden, in einer Studentenstadt. An dem Tag gab ich die musikalische Richtung an, erstmals gab es die ganze Farbe auf der Haut und generell wirkte alles wesentlich härter, als noch zwei Monate zuvor in Bremen.

Die schlimmste Erfahrung war das besagte Konzert in Bremen, zwei Monate vor meiner schönsten Erfahrung. An dem Abend spielten wir als Opener für Fabrik C und Phosgore und wir haben absolut nicht gepasst. Während der gesamten Show hat nicht eine einzige Person geklatscht.

Vor, während und nach der Show keine Drogen. Ich nehme sie zwar generell nie aber meine Einstellung dazu ist: Wer will, soll es machen aber nicht, auch meine Leute, aber nicht, solange man zu funktionieren hat. Viele glauben es nicht aber ich bin auf der Bühne komplett nüchtern und zu 100% klar bei Sinnen.

Es kommt genau so, wie du es dir vorgestellt hast.

Ich bin unglaublich faul und suche permanent nach Abkürzungen.

Auf der Bühne? Mir egal, ich hab da oben immer meinen Spaß.

Der Backstage-Raum in Mexiko-City.

Doppelmoral und Schnacker. Ich rede auch sehr viel, wenn der Tag lang ist aber halte immer mein Wort und ziehe Dinge durch, auch wenn sie schwer sind. Und wenn ich dann merke, dass andere Personen Bullshit verzapfen, geht mir der Hut hoch.

Distanzlosigkeit. Klar, Fotos, Umarmungen, kurze Unterhaltungen, alles super und cool.
Aber manchmal gibt es auch mal Personen, die kein Ende kennen und einem hinterherlaufen.

Nah am Fan.

  • Ich arbeite weniger, als alle wissen
  • Ich zahle mehr Steuern, als alle denken
  • Ich habe eine 8-jährige Tochter, die bei mir lebt
  • Ich besuchte über 30 Beerdigungen, aber nur drei Hochzeiten
  • Ich habe vier Geschwister

Das mache ich lieber persönlich, sprecht mich an!

My name is Max, I am the singer of the industrial metal band Devil-M. We live in Hamburg, Leipzig and Austria and therefore have no fixed location or type of origin.

It started with piano lessons when I was around 10 years old. The lessons only lasted about three years, but the interest in music, especially in creating my own creations, remained. Later, the joy of experimenting spilled over into electronic music creation in the form of the music program eJay Music.

No, and that’s a good thing, otherwise I would be under constant pressure to release music and bring out new stuff that I might no longer support at some point. I am a self-employed graphic designer and programmer with several qualifications.

As a rule, always the melody first. You can always change lyrics, a melody sits and stays in your head. In my eyes it is the basis of everything.

My own curiosity for the undiscovered and unexplored. The current album is about the resurrection of the Titans, Zeus gets eaten, Cyclopes give birth, Sisyphus dies…it’s just completely new perspectives and creative reinterpretations. An inspiration can be anything whose story you ultimately tell.

Definitely after the “flow”. I may no longer hear many of my own songs over time, but every album and every show with us always seems like it’s all of a piece.

Luckily it’s not my livelihood but I still couldn’t do it without it. I often pick up my guitar and play through entire TOOL albums without noticing that another two hours have passed.

A lot of TOOL and the White Stripes. TOOL because of their symmetry as a whole. I can close my eyes and it works for me, similar to Pink Floyd. The White Stripes, because I used to have a cover band and I always liked Jack White’s playing. Otherwise I hardly listen to any music, I prefer silence.

David Bowie, Jack White, Maynard James Keenan, Adam Jones, Rob Zombie, Stefan Ackermann

The cassette. This made the music transportable.

The most beautiful was a concert in 2012 somewhere in the south, in a student town. That day I set the musical direction, for the first time there was all the color on the skin and in general everything seemed much harder than two months before in Bremen.

The worst experience was the concert in Bremen, two months before my best experience. That night we opened for Fabrik C and Phosgore and we absolutely didn’t fit in. Not a single person sheered during the entire show.

No drugs before, during or after the show. I generally never take them, but my attitude to it is: If you want to, you shouldn’t do it, including my people, but not as long as you have to function. Many people don’t believe it but I’m completely sober on stage and 100% lucid.

It comes exactly as you imagined.

On stage? I don’t care, I always have fun up there.

I’m incredibly lazy and constantly looking for shortcuts.

The backstage room in Mexico City.

Double standards and nonsense. I also talk a lot when the day is long, but I always keep my word and see things through, even if they are difficult. And when I notice that other people are spewing bullshit, my hat goes off.

Distancelessness. Sure, photos, hugs, short conversations, everything was great and cool. But sometimes there are people who don’t know the end and run after you.

Close to the fan.

  • I work less than everyone knows
  • I pay more taxes than everyone think
  • I have an 8 year old daughter who lives with me
  • I attended over 30 funerals but only three weddings
  • I have four siblings

I’d rather do that in person, talk to me, guys!

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