Interview: Junkie Kut
Stellt euch kurz vor / Bandvorstellung
Hey, ich bin JUNKIE KUT, ein Industrial-Techno-Punk-/Speedcore-Projekt aus Großbritannien
Ich mache Musik für die Menschen, die nicht in die Norm passen, für die Ausgestoßenen, die Außenseiter, die Rebellen und ich bin hier, um euch wachzurütteln, damit ihr die Dinge an euch selbst (und an der Welt) verändert, die ihr verabscheut.
Wann und wie bist du zur Musik gekommen?
Seit meiner Kindheit. Ich bin mit Eltern aufgewachsen, die von Bob Marley und anderen „Sounds of Freedom“ besessen waren dann kam ich auf Rap, Hip-Hop, Trance, Punk, Industrial und Rave. Tatsächlich war ich mit 4 Jahren auf meinem ersten illegalen Rave. Ja, von dieser Erfahrung gibt es kein Zurück mehr.
Lebst du hauptberuflich von der Musik? Wenn nein, was ist dein Beruf?
Teilweise. Ich kann nichts anderes so gut wie das hier. Aber ich mache Grafikdesign und arbeite ein paar Tage pro Woche als veganer Koch. Gerade genug, um die Rechnungen zu bezahlen. Denn normale Jobs sind eeecht ätzend!
Und ich bin zu schräg fürdie „echte“ Welt.
Wie entsteht ein Song? Zuerst die Melodie oder zuerst der Text?
Meistens der Beat, der Groove, die Rhythmusstruktur. Dann kommt die Melodie, danach der Text.
Ich versuche meistens, etwas zu schaffen, das mich inspiriert, und scheitere dabei total, was meine Unvollkommenheiten und meinen Charakter zum Vorschein bringt, die es so formen, dass es etwas ganz anderes wird als das, was ich beabsichtigt hatte. Unvollkommenheit IST Perfektion.
Was ist deine Inspirationsquelle?
Ich glaube fest daran, dass wir uns selbst und diese Welt zu einem weitaus besseren Ort machen können, als sie heute ist.
Ich habe das Gefühl, dass wir mit unserer Entwicklung gerade erst begonnen haben und so viel Raum haben, zu wachsen, uns zu verändern und weiterzuentwickeln.
Ich lasse mich von den Subkulturen inspirieren, die vor mir da waren, von denen, die für soziale Gerechtigkeit gekämpft und gearbeitet haben und unser Bewusstsein auf höhere Ebenen gehoben haben.
So inspirieren mich Robert Anton Wilson, Genesis P-Orridge, The Spiral Tribe, um nur einige zu nennen.
Außerdem lasse ich mich stark von einer psychedelischen Erfahrung leiten, die ich hatte und die dieses Projekt ins Leben gerufen hat, aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.
Nach welchen Kriterien wird die Setlist zusammengestellt?
Das hängt von der Show ab. Neben Industrial-Veranstaltungen spiele ich auch viel auf Speedcore-/Gabber-/Hardcore-Events. Diese Leute wollen es normalerweise härter und schneller als die Goths.
ABER ich freue mich wirklich sehr, dass auch die Goths in letzter Zeit die Speedcore-Tracks lieben, also ja, ich stelle die Setlist für die Show normalerweise je nach Art der Veranstaltung zusammen, aber ich gebe den Leuten auch gerne etwas, das sie noch nie zuvor gehört haben. Denn wer will schon immer wieder dasselbe hören – wir müssen mal für Abwechslung sorgen!
Was bedeutet Musik für dich?
Sie ist Zuflucht, sie ist Verbindung, sie ist Kampfkraft.
Welche Musik hörst du privat?
Alles von Alt-Pop (Bambi Thug / Poppy etc.) bis hin zu Acid-Techno, Ambient-Musik, Hardcore, Industrial, Trance und Skatepunk. Musik sollte nicht durch Regeln eingeschränkt werden, deshalb höre ich sehr viel Verschiedenes.
Aber manchmal höre ich wochenlang gar nichts. Das gibt mir Raum, den Kopf frei zu bekommen.
Hast du musikalische Vorbilder?
Nicht unbedingt, aber ich lasse mich sehr von Künstlern inspirieren, die mit Traditionen brechen und ihren eigenen Fusion-Sound kreieren, um etwas völlig Einzigartiges zu schaffen. Ich finde, wir brauchen mehr solche Künstler.
Für mich bringen uns Genres nur bis zu einem gewissen Punkt weiter – die Aufgabe des Künstlers ist es nicht, uns das zu geben, was wir wollen, sondern das, was wir brauchen!
Was ist die wichtigste Erfindung im Bereich der Musikausrüstung aller Zeiten – und warum?
Ich würde sagen, der Mikrochip. Ohne ihn könnte ein ganzes Universum der Musik niemals existieren.
Der Mikrochip hat uns gleichzeitig mit unseren Vorfahren und unseren zukünftigen Nachkommen verbunden.
Er hat es uns ermöglicht, elektronische Musik zu schaffen, die uns meiner Meinung nach gegeben wurde, um unsere Evolution zu beschleunigen. Ähnlich wie Pilze. Aber von wem? Das ist die Frage. Vielleicht von unserem zukünftigen Ich.
Erzähl uns von deinem besten oder schlimmsten Erlebnis auf der Bühne.
Im Moment wird es ehrlich gesagt immer besser und besser. Ich liebe alle meine Auftritte.
Außer einem Auftritt in Bristol, Großbritannien, vor vielen Jahren, bei dem die Lautsprecher wirklich klein waren und furchtbar klangen. Es waren ungefähr vier Leute da, wir wurden nicht bezahlt und mein Tourkollege hat am Ende zu viel Ketamin genommen. Schlimmer geht’s nicht.
Gibt es irgendwelche Rituale vor dem Auftritt?
Tief durchatmen, Stimmübungen und, wenn ich Zeit habe, ein bisschen Meditation – aber die Zeit verfliegt meistens.
Ich versuche auch, vor dem Auftritt etwas Zucker zu mir zu nehmen, denn so herumzuspringen, wie ich es tue, verbraucht soooo viele Kalorien!
Was würdest du deinem 18-jährigen Ich sagen?
Fang sofort mit deiner Musikkarriere an, nicht als Hobby, sondern als beruflichen Weg.
Bis du 25 bist, wirst du es unglaublich weit bringen!
Und du brauchst eigentlich keine Band, die Leute der Zukunft werden sich daran gar nicht mehr stören.
Was machst du, wenn dich niemand sieht?
Dinge, die du nicht wissen willst.
Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?
Eine Million Dinge gleichzeitig zu machen und mich dabei völlig ablenken zu lassen. Oh, die Freuden von ADHS.
Was ist der seltsamste Ort, an dem du je warst?
Wie soll ich darauf überhaupt antworten? Es gibt einfach zu viele!
ABER einige der seltsamsten Orte, an denen ich je war, liegen in den Tiefen meines eigenen Geistes.
Was treibt dich auf die Palme?
Wie wir die Jugend davon überzeugt haben, dass es sinnlos ist, gemeinsam Macht und Subkultur aufzubauen.
Und wie Konzerne und Regierungen kontrollieren, was wir denken. Auch Vermieter und das Konzept des Privateigentums.
Gibt es etwas, das Fans tun könnten, das für dich ein absolutes No-Go wäre?
Zu versuchen, mir während meines Auftritts ins Gesicht zu lecken.
Das ist schon mal passiert, aber ehrlich gesagt, scheiß drauf, es hat mich nicht wirklich gestört. Möge das Chaos herrschen!
Bist du nah am Fan oder bleibst du lieber für dich?
Ich liebe es, Fans zu treffen, sie sind doch auch Menschen, oder?
Sie sind Teil meiner Geschichte. Sie haben mir geholfen, hierher zu kommen.
Aber ich bin auch extrem introvertiert, daher bin ich schnell überfordert, aber bitte kommt vorbei und sagt Hallo oder schreibt mir online eine Nachricht. Wäre toll, mit euch in Kontakt zu kommen! Hinter der Maske bin ich viel sanfter.
Fünf Fakten über dich
1. Fakt und Fiktion sind nicht zu unterscheiden.
2. So etwas wie Realität gibt es nicht.
3. Was wir akzeptieren, wird zur Wahrheit.
4. Lügen werden zur Wahrheit, wenn man an sie glaubt.
5. Alles, was wir sehen, ist Illusion – Fakt!
Was möchtest du deinen Fans noch sagen?
Ich freue mich riesig darauf, öfter nach Deutschland zurückzukommen und wieder für euch alle zu spielen!
Kommt und besucht uns bei einer der nächsten Shows, es wäre der Hammer, euch zu treffen!
Introduce yourself briefly / band introduction
Hey, i am JUNKIE KUT an Industrial Techno-punk / speedcore project from the UK.
I make music for the people who don’t fit in, for the outcasts, the misfits, the rebels and we’re here to awaken you to change the things about yourself (and the world) that you despise.
When and how did you come to music?
Since I was a child. I grew up with parents obsessed with Bob Marley and other „sounds of freedom“, then got into rap, hiphop, trance, punk, industrial, rave. Actually, I went to my 1st illegal rave at 4 years old
yep, theres no coming back from that experience.
Do you live from music full-time? If no, what is your profession?
Partly. I cant do anything else as well as this. But I do graphic design, and work as a vegan chef for a couple of days a week. Just enough to pay bills. ‚Cos normal jobs suuuuck! And i’m too weird for the „real“ world.
How is a song created? First the melody, or first the lyrics?
Usually the beat, groove, rhythm structure. Then comes melody, lyrics next.
I usually try to make something i’m inspired by and totally fail at it, which bring out my imperfections and character that shape it to become something totally different to what I intended. Imperfection IS perfection
What is your source of inspiration?
I really believe that we can make ourselves and this world a far better place than it is today.
I feel we have only just begun in our evolution and we have so much room to grow, to change to evolve.
I take my inspiration from the sub-cultures that came before me, the ones who fought and worked for social justice and pushed our consciousness to higher levels. So i’m inspired by Robert Anton Wilson, Genesis P-Orridge, The Spiral Tribe, just to name a few.
I’m also totally guided by a psychedelic experience I had which inititated this project, but thats a story for another day.
According to which criteria is the setlist put together?
Depends on the show. As well as industrial events, I play lots of speedcore / gabber / hardcore events too.
These guys usually want it harder and faster than the goths do.
BUT i’m really happy to see the goths loving the speedcore tracks recently too so yeah,
I usually arrange the set list for the show according to the event type, but I also like to give people something they’ve never heard before too. Because who wants to hear the same thing over and over, we need to shake it up!
What does music mean to you?
It is sanctuary, it is connection, it is battlefuel.
What music do you listen to privately?
Everything from alt-pop (bambi thug / poppy etc) to acid techno, ambient music, hardcore, industrial, trance, skatepunk.
Music shouldnt be restricted by rules, so I listen a lot of different stuff.
But sometimes, I listen to nothing, for weeks on end. Gives me space to clear my mind.
Are there any musical role models?
Not specifically but i’m very inspired by artists that break tradition and sculpt their own fusion sound to create something entirely iconic. I think we need more artists like this.
For me, genres only take us so far, it’s the job of the artist not to give us what we want, but give us what we need!
What is the most important music equipment invetion of all time-and why?
I would say the microchip. Without this, an entire universe of music could never exist.
The microchip has connected us to our anscestors and future descendents at exactly the same time.
It has allowed us to create electronic music, which I believe was given to us in order to accelerate our evolution.
Much like mushrooms. From who though? That is the question. Our future selves maybe
Tell us about your best or worst experience on stage.
Right now it keeps getting better and better to be honest. I love all my shows.
Except one show in Bristol, UK many years ago where the speakers were reall small and sounded terrible.
There was about 4 people there and we didnt get paid and my touring buddy ended up doing too much ketamine. Bad
Are there any rituals before the show?
Deep breathing, vocal warm ups, and if I have time, some meditation – but time usually dissapears.
I also try to make sure I eat some sugar before going on stage, because jumping around like I do needs soooo much calories!
What would you say to your 18-year old self?
Start your music career right now, not as a hobby, but as a career path. By the time you are 25.
Your gonna be doing amazingly! And you don’t actually need a band, the people of the future won’t care about that anymore
What do you do when no ones sees you?
Things you dont want to know.
Do you have any bad habits?
Doing a million things at once and getting distracted into oblivion. Oh, the joys of ADHD
What’s the strangest place you’ve ever been?
How do I even answer this. There is just too many!
BUT some of the strangest places I have ever been are in the realms of my own mind.
What drives you up the wall?
How we have convinced the youth that there is no point in building power and sub-culture together.
And how corporations and governments control what we think. Also landlords and the concept of private property.
Is there anything that fans might do that would be an absolote no-go for you?
Try to lick my face when im performing
Its happened before, but actually, fuck it, I didnt really mind. May chaos reign!
Close to the fan or would you prefer to keep to yourself?
I love meeting fans, they are people right? They are part of my story. They helped me get here.
But i’m also a massive introvert, so get overwhelmed easily, but please come and say hey to me or message me online.
Would be great to connect with ya! I’m much softer beind the mask.
Five facts about you
1.Fact and fiction are indistinguishable.
2. There is no such thing as reality.
3. What we accept becomes truth.
4. Lies become truth if you beleive them.
5. Eveything that we see is illusion, fact!
What else would you like to tell your fans?
I’m super happy to coming back to Germany more and play for you all again! Come and see us at
one of the next shows, it would be wicked to meet ya!


